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Kehn Regina, Hamburg (D)

Illustratorin, zeichnet live. Themen: Kinderalltag, Schule, Freunde, Mobbing, Indianer, Abenteuer
Geboren 1962. Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg, Fachbereich Illustration, heute freiberuflich tätig in den Bereichen Kinder- und Jugendbuch. Bilderbücher, Titelgestaltungen und Innenillustrationen für zahlreiche Autoren, u.a. Kirsten Boie, Michael Ende, Cornelia Funke, Jo Pestum, Eva Ibbotson, Blue Balliett, Polly Horvath, Marie-Aude Murail, Salah Naoura, Richard Scrimger, Otfried Preussler, Jenny Nimmo, Andreas Steinhöfel.

Leseprobe aus «Fliegender Stern» von Ursula Wölfel
Als Fliegender Stern am anderen Morgen aufwachte, war es noch dunkel. Er dachte an sein braunes Pferd Himmelsrand und die Angel, die er bekommen sollte, und er freute sich auf den Tag. Da packte ihn jemand an der Schulter. «Steh auf, Fliegender Stern!», flüsterte der grosse Bruder Grau-Hengst und zog ihm die Decken weg. «Was ist?», fragte Fliegender Stern und hielt hielt die Decken fest. «Still! Unsere Mutter schläft noch! Die Männer sind fort zur Jagd. Komm nach draussen!», flüsterte Grau-Hengst. Fliegender Stern fror in der kalten Morgenluft. «Du sollst mit zum See!», sagte Grauhengst. Fliegender Stern erschrak. Jetzt, im Dunkeln und ohne den Vater sollte er allein im eiskalten See schwimmen? «Ich bin noch zu müde», sagte er. «Willst du nicht?» fragte Grau-Hengst und lachte. «Du hast doch ein eigenes Pferd und sollst eine Angel bekommen. Ich dachte, mein Bruder Fliegender Stern sei jetzt ein Grosser? Aber da steht er und klappert mit den Zähnen!»
Jemand lachte im Dunkeln. Fliegender Stern merkte, dass Schneller Hirsch, Grosser Felsen, und andere von den Grossen in der Nähe standen. Überall krochen sie jetzt aus den Zelten, reckten sich und gähnten. «Soll ich mich für meinen Bruder schämen?», fragte Grau-Hengst. «Los!» riefen die anderen und alle rannten zum See hinunter. Schneller Hirsch war immer der Erste. Sie mussten durch ein kleines Wäldchen. Fliegender Stern rannte, so schnell er konnte. Er wollte nicht der Letzte sein. Grau-Hengst lief dicht hinter Schneller Hirsch. Fliegender Stern sah ihn nicht mehr. Dann lag das schwarze, blinkende Wasser vor ihnen. Die Ersten sprangen gleich im Laufen über das Wasser hinaus. Sie schrien und prusteten und balgten sich. Jetzt sprangen die Letzten ins Wasser. Nur Fliegender Stern stand noch am Ufer. Er hielt sich an einem Baumstamm fest und starrte in das Schwarze Wasser hinunter. Er konnte nicht springen.




Werke
- Fliegender Stern (von Ursula Wölfel)
- Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess (ab 9)
- Nirgendwo ein stiller Ort (ab 5)
- Wir drei ganz mutig (ab 3)
- Der Wunschpunsch (ab 10)
- Der Junge, der Gedanken lesen konnte (ab 10)
- Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (ab 10)
- Das literarische Kaleidoskop (ab 8)
- Die unglaubliche Geschichte von Wentzel, dem Räuber Kaminski und dem Suseldrusel (ab 7)
- Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken unseren Salat fressen und es den
Regenbogen gibt (ab 5)
- Lotto macht was sie will (ab 6 )
- Lotto will was werden (ab 6 )

Besonderes
Lesung, Gespräch und kleiner Zeichnungsworkshop. Regina Kehn zeichnet live (am Flipchart oder Tafel), kommt mit den Kindern darüber ins Gespräch und leitet sie zum Zeichnen an. Zum Beispiel, ein eigenes Titelbild oder eine Buchillustration zu entwerfen.


Regina Kehn bietet auch Workshops an >Link
www.reginakehn.de
Kehn Regina, Hamburg (D)
Veranstaltungsort
Im Schulhaus
Zielpublikum
1.-5. Primarklasse
Dauer
90 Min.
Preis
300.–pro Lesung (max. 50 Personen)
Anmeldeschluss
Fr 20. Juli 2018
Daten
25.-29. März 2019