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Celik Aygen-Sibel, Düsseldorf (D)

Themen: Interkulturalität / Religionen, Mehrsprachigkeit, Mobbing / Ausgrenzung, Erste Liebe / Erwachsenwerden
Aygen-Sibel Çelik wurde 1969 in Istanbul geboren und ist mit zwei Jahren nach Frankfurt am Main gezogen. Nach dem Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung in Frankfurt sowie diversen Tätigkeiten im pädagogischen und journalistischen Bereich war sie mehrere Jahre als Redakteurin einer Fachzeitschrift tätig. Sie verfasste zahlreiche Artikel und Rezensionen über die Darstellung des Fremden in der Kinder- und Jugendliteratur. Heute schreibt sie selbst Kinder- und Jugendbücher und gibt Kindern Kurse in Kreativem Schreiben.

Leseprobe aus «Fussball, Gott und echte Freunde»
David, Christopher und Kerim gehen in die gleiche Klasse und haben sonst noch viel gemeinsam. Deswegen sind sie ja auch so gut befreundet. Aber dazu später mehr. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist ihre Liebe zum Fußball. Ja, die drei lieben Fußball. Das hast du dir sicher schon gedacht. Aber du solltest wissen, dass sie das Fußballspielen so sehr lieben, um fast ihre gesamte Zeit damit zu verbringen. Ich meine nicht nur mit dem Training auf dem Bolzplatz hinter dem alten Rathaus. Alle drei gehen zweimal in der Woche nachmittags nach der Schule auch noch in einen Fußballklub. David geht in den FC Schalom. Der gehört zu dem Sportverein der jüdischen Gemeinde in Hofhausen. Als David noch kleiner war, wollten ihn seine Eltern beim Judo anmelden. Aber als der Trainer während eines Gemeindefests sah, wie geschickt David mit dem Ball umgehen konnte, lud er ihn ein, sich den Fußballklub mal anzusehen. Schon nach der ersten Stunde war David und seinen Eltern klar, dass er dort bleiben muss. Wie gut, dass sie sich damals für Fußball entschieden haben.
Christopher ist Mitglied der St.-Joseph-Kicker. Der Klub wurde vor vielen Jahren von der katholischen Gemeinde gegründet und schon Christophers Vater hat früher als Stürmer eine gute Figur gemacht. Da war es ganz logisch, dass Christopher auch dort spielen musste. Und auch wenn sein Vater damals vor Christophers Geburt seiner Frau nicht geglaubt hatte, inzwischen weiß er genau, wie begabt sein Sohn ist und wie fest er schießen kann. Er ist richtig stolz auf ihn. Kerim spielt bei den Yunus-Kickern der muslimischen Gemeinde. Als er mal mit seiner Mutter im Vorhof der Moschee einkaufen war, hat der junge Mann, der an der Kasse saß, ihnen erzählt, dass es jetzt einen neuen Fußballklub geben wird. Kerim war sofort Feuer und Flamme und er war einer der ersten Jungs, die sich dort angemeldet haben.
David, Christopher und Kerim sind richtig froh darüber, dass sie so oft und regelmäßig Fußball spielen können. Einmal die Woche gemeinsam und zweimal in der Woche in ihren Klubs. Und da ihre Eltern gläubige Menschen sind, finden sie es gut, dass ihre Jungs etwas innerhalb der Gemeinde tun wollen. Und sei es nur Fußballspielen. Nur Fußballspielen? Wenn sie wüssten! Fußballspielen ist harte Arbeit, echtes Training. Jedenfalls fordern die Trainer der drei Freunde ihre Jungs richtig heraus.

Werke
- Fussball, Gott und echte Freunde (ab 8)
- Geheimnisvolle Nachrichten (ab 9)
- Alle gegen Esra (ab 8)
- Verrückt war gestern (ab 12)
- Seidenhaar (ab 12)
- Sinan und Felix (ab 5)
- Sinan, Felix und die wilden Wörter (ab 7)
- Neues Buch - Titel folgt (ab 10)

Besonderes
Die Lesungen sind interaktiv gestaltet. Teilweise sind sie multilingual (türkische Elemente), teilweise multimedial konzipiert. Immer wird eine anschliessende Fragerunde bzw. Diskussion angeboten.


www.aygenart.de
Celik Aygen-Sibel, Düsseldorf (D)
Veranstaltungsort
Im Schulhaus
Zielpublikum
Kindergarten, 1.-6. Primarklasse, 1.-3. Sekundarklasse, Berufsvorbereitungsjahr, Mittel- und Berufs(fach)schule
Dauer
60-90 Min.
Preis
300.–pro Lesung (max. 50 Personen)
Anmeldeschluss
Fr 20. Juli 2018
Daten
11.-15. März 2019