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Witte Tania, Berlin (D)

Themen: Spannung, Freundschaft, Umgang mit Verlust, Abenteuer, Geschlechterrollen
Tania Witte ist in Trier geboren und aufgewachsen. Sie lebt seit vielen Jahren in Berlin und seit neuestem auch in Den Haag (Niederlande). Neben ihrem künstlerischen Schreiben arbeitet die diplomierte Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin als freie Journalistin und erobert mit ihren Spoken-Word-Performances internationale Bühnen. Sie ist Preisträgerin des Martha-Saalfeld-Literaturförderpreises und des Felix-Rexhausen-Sonderpreises für engagierten Journalismus. Zudem erhielt sie Stipendien in Deutschland, den Niederlanden und den USA. Als Teil diverser interdisziplinärer künstlerischer Kooperationen lotet sie die Grenzen von Darstellender und Bildender Kunst, von Wort und (bewegtem) Bild aus.

Leseprobe aus «Der Schein» (ab 12)

Und dann merkte ich, dass mein Atem schneller ging. Da war noch etwas! Ich kniff die Augen zusammen und beugte mich weiter ins Dunkel hinaus. Eine leichte, kalte Brise strich mir das Haar ins Gesicht. Ich wischte es ungeduldig weg. Verdammt, warum hatte ich kein Fernglas? Mit aller Kraft wünschte ich mir, dass der Mond noch mal hervorbrechen möge, doch es passierte nicht. Die Finsternis war absolut.
Aber jetzt ... jetzt sah ich es genau. Ich hielt vor Aufregung die Luft an.

Ganz, ganz weit da draussen im Naturschutzgebiet ...
etliche Kilometer hinter Mühstetters einsamen Heim ...
im tiefsten Herz der Dunkelheit ...
schimmerte ein zweites Licht!

Die Härchen in meinem Nacken stellten sich auf und für einen kurzen Moment war mir, als würde die Nacht sich enger um alles schliessen. Hatte Kunze nicht gesagt, das Naturschutzgebiet sei tabu? Kategorie 1a. Komplettes Zugangsverbot. Ich hatte seine Stimme noch im Ohr. Dort draussen gab es nichts. Nur Sand, Strandastern und brütende Vögel. Und ... diese Urrinder.
Meine Augen suchten das erste, viel nähere Licht: Mühstetters gelblich erleuchtetes Fenster, hinter dem er auf und ab ging.
Das zweite Licht, weit draussen, war anders.
Es war von einem giftig strahlenden Grün.
Ich verstand das nicht. Wenn Mühstetter ganz offensichtlich zu Hause war – wer war dann dort draussen in der Finsternis?
Werke
- "Der Schein" Ella Blix (Pseudonym), ab 12 Jahren - "Unicorns don't swim" (Anthologie, Hg. Antje Wagner), ab 13 Jahren
Besonderes
Tania Witte liest sehr szenisch, mischt gelesene mit erzählten Passagen und legt viel Wert auf Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern.


www.taniawitte.de, www.ellablix.com
Witte Tania, Berlin (D)
Foto: ©Uwe Schwarze
Veranstaltungsort
Im Schulhaus
Zielpublikum
1.-3. Sekundarklasse, Berufsvorbereitungsjahr, Mittel- und Berufs(fach)schule
Dauer
60-70 Min. (maximal: 90 Min.)
Preis
300.–pro Lesung (max. 50 Personen)
Anmeldeschluss
Fr 20. Juli 2018
Daten
28. Jan. - 1. Feb. 2019